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Das Theaterfestival in München
15.11. – 1.12.07
Spielart Extra

Diskursveranstaltungen

  


Diskussion

20. 11., 14-16 Uhr, Muffatwerk
DIVING IN THE POOL
Gespräche über Theater an der Schnittstelle zwischen Installation und Performance

Theatermacher entwickeln Spielsituationen mit dem Publikum. Bildende Künstler entdecken die Performance und das Happening als Gestaltungsform wieder. Videokünstler arbeiten mit theatralen Settings, Klang- und Objektinstallationen finden als Vorstellung mit festgesetzter Dauer, aber ohne Akteure statt. - In den Ankündigungen, Programmheften und Katalogen liest man „Genre-übergreifender Ansatz", „multimediale Installation", „interaktive Performance", „der Zuschauer als Subjekt der Aufführung" etc. - In öffentlichen Round-Table-Gesprächen mit Publikum, Künstlern, Dramaturgen, Kritikern und Kuratoren sollen aktuelle Tendenzen diskutiert und versucht werden, Licht ins Dunkel der Begrifflichkeiten zu bringen.

Mit:
Matt Adams, Künstler, Blast Theory, Brighton
Richard Castelli, Kunstproduzent und Kurator, Paris

Lyn Gardner,Theaterkritikerin, The Gurdian, London
Eric Joris, Künstler, CREW, Antwerpen

Konzept:
Dietmar Lupfer

Kooperationsprojekt von MUFFATWERK und SPIELART.
FIT Mobile Lab gefördert von der Europäischen Gemeinschaft

FIT

Europa Bildung und Kultur

Muffatwerk
 

  
   

Podiumsdiskussionen
Die Zukunft des Theaters ? Künstlergenerationen im Dialog

25.11.,
11-14 Uhr Muffathalle
Künstlergespräch

Welche unterschiedlichen Erfahrungen prägen die künstlerische Arbeit zweier Theatergenerationen? Welche Themen und künstlerischen Ansätze stehen bei jungen Theaterregisseuren im Vordergrund? Warum Theater? Wie gehen sie mit Vorbildern und Theatergeschichte um? Gibt es eine „junge" Ästhetik? Wie lernen und arbeiten Theaterkünstler heute, unter welchen Einflüssen und Kriterien entwickeln sie ihre Projekte?

Mit den Kuratoren der Reihe What's next?
Romeo Castellucci, Tim Etchells, Jan Lauwers, Johan Simons
und den von ihnen ausgewählten Künstlern
Alessandro Panzavolta (ORTHOGRAPHE), Simone Aughterlony, Maarten Seghers (OHNO COOPERATION), Neco Çelik
Moderation: Renate Klett, Publizistin

25.11., 15-17, Uhr Muffathalle
Hochschulgespräch

Welche Anforderungen stellen sich durch neue Perspektiven zeitgenössischer Theaterarbeit für die Ausbildung von Regisseuren und Theatermachern? Unter welchen Umständen macht eine langjährige Ausbildung nach festgelegten Standards noch Sinn in einer Zeit, in der sich das Kunst- und Theaterverständnis, Inszenierungstrends und das, was jeweils als State-of-the-Art betrachtet werden kann, und die dafür notwendigen‚ ‚handwerklichen' Vorraussetzungen immer schneller ändern?

Prof. Cornel Franz, Leiter des Studiengang Regie der Hochschule für Musik und Theater/Bayerische Theaterakademie August Everding
Prof. Heiner Goebbels, Direktor des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen
Prof. Klaus Zehelein, Präsident der Bayerischen Theaterakademie August Everding
Moderation: Egbert Tholl, Theater- und Musikkritiker, Süddeutsche Zeitung

Mit besonderer Unterstützung der Allianz Kulturstiftung
Das Programm What's next? wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes

Kulturstiftung des Bundes

Allianz
 

  
   

Workshop

Theatre FESTIVALS IN TRANSITION (FIT)
MOBILE LAB OF THEATRE AND COMMUNICATION
Eine Initiative von 10 Festivals in 10 Ländern

Zehn europäische Festivals mit dem Schwerpunkt modernes Theater haben sich zusammengeschlossen, um eine Art mobiles Labor zu schaffen, mit dem innovative Praktiken des Diskurses, der Theaterkritik und der Kommunikation zwischen Künstlern, Programmmachern und Zuschauern erkundet, entwickelt und getestet werden sollen.

Mittels öffentlicher Diskussionen, Zusammenarbeit mit den Medien und Mobile-Lab-Workshops für junge Theaterkritiker soll das Projekt das Verständnis und den Dialog zwischen Künstlern und Publikum voranbringen und eine weiter reichende Diskussion der modernen darstellenden Kunst und ihres diskursiven Potenzials fördern, sowie Raum für eine kritische Reflektion durch das Publikum schaffen. Außerdem sollen lokale und nationale Medien dazu angeregt werden, die darstellende Kunst zu reflektieren und sie wieder stärker in den öffentlichen Diskurs einzubringen.

Der erste Workshop mit jungen Journalisten und Theaterkritikern aus den Ländern der zehn Festivals findet vom 17. bis 20. November in München statt.

Workshop-Konzept und -Koordination:
Rose Fenton, Kunstproduzentin, London
Workshop-Leitung:
Lyn Gardner, Theaterkritikerin, The Guardian, London

Gefördert von der Europäischen Gemeinschaft aus dem Programm KULTUR (2007-2013)

FIT

Europa Bildung und Kultur
 

 

  

OKA und Theaterwissenschaft München
15. November - 1. Dezember

vor den Spielstätten, in den Foyers, im Festivalzentrum

INTERmetzel

Alles Intermetzel: Das Motto steht für die Lust am Zwischenrein-Spielen, am aktiven Dazwischen gehen und am provokanten Eingreifen, für den Spaß an der Dekonstruktion in Text und Aktion. Die Münchner Performance-Gruppe OKA, bestehend aus Studierenden der Theaterwisssenschaften in München begleitet das Festival mit Interventionen in den Foyers und auf der Straße. OKA betreut außerdem den Festival-Blog auf der SPIELART website www.spielart.org und schreibt aktuelle Nachtkritiken zu den Festival­inszenierungen.


OKA ist im Begleitprogramm von SPIELART mit einer Reihe von Performances vertreten. Ihre zentrale Gestalt ist die des Clowns, dieses schillernden, archaisch-urbanen Helden im buntscheckigen Kleid, so tiefsinnig wie die Kunst und so oberflächlich wie die Wirklichkeit, Herz zerreißend fröhlich, tödlich traurig, lustig bis zum Erbrechen, ein auf die Realität gemaltes Lachen, das jedoch zubeißt: „There is nothing funny about a clown in the moonlight."

Im Rahmen eines Seminars werden Studierende unter der Leitung des Theaterwissenschaftlers Jörg von Brincken, auch spiritus rector der OKA, das Festival außerdem mit Ad hoc-Kritiken, topaktuellen Glossen und Kurz-Essays bespiegeln und kommentieren. OKA wird darüber hinaus den SPIELART Internet-Blog betreiben, in dem die Akteure ihre Eindrücke vom Festival, von seinen Aufführungen, vom jeweiligen Publikum und von der Resonanz der ‚acts' in Form von Geistesblitzen niederlegen werden, garniert mit aussagekräftigen ‚funny' Videos vom jeweiligen Schauplatz des Geschehens. So kann sich der Zuschauer nochmals ein Bild machen, nicht zuletzt von sich selbst...

OKA, die Performancegruppe der Theaterwissenschaft München, besteht seit 2006. Ihr Ziel ist es, ästhetische Praxis im Sinne eines kollektiven Prozesses auszuloten und in ihrer sozialen Wirksamkeit zu erproben. Sie versteht Kunst in erster Linie vom ‚Machen' her: als konzertierte Aktion, als ein die gemeine und gemeinsamen Alltäglichkeit entgrenzendes und auf diese zurückwirkendes Erlebnis, nicht zuletzt als Form der Intervention.

Die erste größere öffentliche Resonanz erfuhr OKA durch eine groß angelegte Reenactment-Serie in Zusammenarbeit mit dem Haus der Kunst München, in deren Verlauf die Happenings des amerikanischen Künstlers Allan Kaprow an aktuelle Verhältnisse angepasst und neuerlich realisiert wurden.

Konzept: Jörg von Brincken, OKA
Assistenz: Julia Friedenberger, OKA

OKA: Malte Bartz, Jörg von Brincken, Adrian Breul, Laila Dambekalna, Gabriel Döll, Julia Friedenberger, Sven Geißelhardt, Tobias Ginsburg, Patricia Hock, Teresa Hörl, Carina Honsowitz, Judith Hummel, Christopher Kloë, Zlatko Krajinovic, Lars R. R. Krautschik, Oliver Liebig, Katharina Lingen, Jasmin Menrad, Maximilian Nitzschke, Serkan Salihoglu, Sina Schönbauer, Evi Schulz, Jakob Seidl, Tobias Staab, Maria Steinbrueck, Simona Uhlemann